Kühe am Meer
AG Land & Regionalentwicklung
  Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften
Nordbahnhofstr. 1a, D-37213 Witzenhausen
Homepage der Universität Kassel in neuem Fenster öffnen


Dr.-Ing. Ilke Marschall

 

geb. 1966, Kindheit und Abitur in Schweinfurt. Studium der Landschafts- und Freiraumplanung an der Universität Hannover sowie am C.E.S.A. der Universität Tours. Diplom 1992. Kurze Bürotätigkeit. 1992 bis 1997 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der AG ländliche Entwicklung am Fachbereich Stadt- und Landschaftsplanung der Universität-Gesamthochschule Kassel. 1997 Promotion zum Dr.-Ing.

Seit 1998 wissenschaftliche Assistentin im Fachgebiet Landnutzung und Landschaftsplanung am gleichen Fachbereich. Mitarbeit in der AG Land- und Regionalenwicklung. Mutter eines im April 2000 geborenen Kindes.

 

 

Aktuelle Arbeitschwerpunkte:

  • Disziplingeschichte der Landschaftsplanung
  • kommunale Landschaftsplanung – Geschichte und Perspektiven
  • Nutzungsgeschichte der Landschaft, z.Z. mikrohistorische Untersuchung  zur Landschaftsgeschichte der Domäne Frankenhausen (link DFG-Projekt)
  • Naturschutz in Kooperation mit der Landwirtschaft, Vertragsnaturschutz 

Aktuelle Lehrangebote (WiSe 2002):

 

Seminare

 

zusammen mit Dipl.-Ing. Nicole Haustein

 

Landschaftsplanung – aktuelle Instrumente

 

Seminar im Hauptstudium

 

Das Seminar behandelt die Wirkungsmöglichkeiten aktueller landschaftsplanerischer Instrumente. Nach einem Überblick über aktuelle gesetzliche und programmatische Entwicklungen in der Landschaftsplanung werden im Seminar verschiedene Instrumente der Landschaftsplanung im engeren und weiteren Sinn porträtiert.

Hierbei werden neben regionalen und örtlichen Landschaftsplänen auch die Handlungs- und Wirkungsmöglichkeiten im Rahmen von Schutzgebieten, so u.a. in Naturschutzgebieten, Biosphärenreservaten und  FFH-Gebieten betrachtet.

Ein besonderer Schwerpunkt des Seminars liegt bei den Umsetzungsinstrumenten der Landschaftsplanung. Diese werden programmatisch und am Beispiel erörtert. Hierzu gehört die Anwendung der Eingriffsregelung in der Bauleitplanung, das Ökokonto ebenso wie Möglichkeiten im Rahmen von Kulturlandschaftsprogrammen. Abschließend beschäftigt sich das Seminar mit verstärkt partizipativen Ansätzen in der Landschaftsplanung. Als Beispiele dienen Aktivitäten im Rahmen der lokalen Agenda sowie der „interaktive Landschaftsplan“.

Als Studienleistungen werden kurze schriftliche Ausarbeitungen zu den Seminarthe­men anerkannt. Diese können ggf. als Kurzreferate in die Seminarveranstaltung integriert werden.

 

 

zusammen mit Prof. Dr. Diedrich Bruns

 

Einführung in das Berufsfeld der Landschaftsplanung

 

Vorlesung im Grundstudium

 

Das Seminar führt in das Berufsfeld der Landschaftsplanung ein. Zum Verständnis der aktuellen Aufgabenfelder wird in einem ersten Block in die historische Entwicklung des Berufsstandes (u.a. Landesverschönerung, Heimatschutz, Landespflege im Nationalsozialismus, Umweltbewegung) eingeführt. Was waren die Vorläuferbewegungen der Landschaftsplanung? Welches Selbst- und Aufgabenverständnis war hier vorhanden? Wie hat sich dies weiterentwickelt? In einem zweiten Block des Seminars werden gesetzliche Grundlagen und Instrumente der Landschaftsplanung einführend dargelegt. In einem dritten Block werden aktuelle Tätigkeitsfelder – unter Mitwirkung der Studierenden – exemplarisch beleuchtet. Somit steht ein Überblick über die Vielfalt beruflicher Wirklichkeit sowie ein Einblick in Vorgehensweisen und erforderliche Kenntnisse und Fertigkeiten.

 

 

 

 

Aktuell betreute Projekte

 

„Hochwasser – was tun? Dezentraler Hochwasserschutz in Hombressen“

 

Marschall/Bruns

 

Nach einem Überblick über die Siedlungsentwicklung und die Geschichte Hombressens, wurden im SoSe die historische Entwicklung der Landnutzung und der Fließgewässer in der Gemarkung Hombressen vertiefend untersucht. Eine Biotoptypenkartierung des Untersuchungsgebiets unterstützte diese Arbeit und ermöglichte eine nähere Beschreibung des Untersuchungsgebietes. Gute Kontakte und die Unterstützung vor Ort ermöglichten somit eine vertiefende Analyse der historischen und aktuellen Faktoren der Hochwasserentwicklung.

Im Wintersemester sollen Maßnahmenvorschläge entwickelt werden, die zum weiteren Hochwasserschutz in Hombressen beitragen können. In diesem Zusammenhang wird auch erörtert werden, inwieweit eine „Agrarstrukturelle Entwicklungsplanung“ (AEP) hier eine Rolle spielen könnte.

 

 

„Grüngürtel“ Hofgeismar

 

Marschall/Bruns

 

Projekt besteht seit SoSe 2002. Einstieg für noch 3-4 Studierende möglich.

 

Im Landschaftsplan der Stadt Hofgeismar werden Grünflächen kurz beschrieben und teilweise Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen dargestellt. Letztere können jedoch nur sehr begrenzt als Grundlage für deren weitere Entwicklung gesehen werden.

Im Sommersemester wurden die Grünflächen im Stadtgebiet Hofgeismar einer gründlichen Analyse unterzogen. So wurden u.a. die historische Entwicklung, die Strukturen der Fläche und deren Nutzung betrachtet.

Auf Grundlage aller gesammelten Informationen sollen für einzelne Teilflächen  im WiSe Optimierungsvorschläge entwickelt werden.

 

 

Perspektiven des Streuobstbaus in Liebenau

 

Marschall/Böge

 

 

Aufgrund des Interesses vor Ort soll am Beispiel der Gemeinde Liebenau ortsteilbezogen die Geschichte, die Situation und die Perspektiven des Streuobstbaus näher betrachtet werden.

Neben einer Analyse der historischen Entwicklung und der aktuellen ökologischen und ökonomischen Bedeutung sollen im Kontext lokaler und regionaler Initiativen (SILKA) Perspektiven für den  Streuobstbaus entwickelt werden. Eine Analyse der Sortenvielfalt bietet Einblicke in die Welt der Kulturpflanzenvielfalt und Pommologie, das Nachdenken über die Perspektiven des Obstbaus sensibilisiert für die Bedeutung sozio-ökonomischer Zusammenhänge bei Fragen der Erhaltung und Entwicklung von Kulturlandschaften.

 

       

 

Veröffentlichungen:

 

Stand 11/2002

 

Wissenschaftliche und sonstige Veröffentlichungen:

 

Knieling, J., Marschall, I., Riemenschneider, R., Sinning, H. (1992): Land-Wirtschaft - Praxisbeispiele einer sozial- und umweltverträglichen Entwicklung in Landwirtschaft und ländlichem Raum. In: Kleine Reihe der ASG, Band 47, Göttingen

Marschall, I. (1993): Gebrauchte Landschaft - Möglichkeiten eines Bündnisses zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. In: Der kritische Agrarbericht 1993, S. 271-281, Rheda-Wiedenbrück   

Marschall, I. (1993): Landschaft in Planung. In: bio-land 2/93, S. 33-35

Marschall, I.(1993): Zweidrittellandschaft: landwirtschaftliche Produktionsaufgabe - mehr als ein Umweltkonflikt. In: arbeitsergebnisse Heft 25, November 1993, S. 18-28

Marschall, I., Hofstetter, M. (1994): Den Rahm selber abschöpfen - Hintergründe zur AbL-Milchtagung in Hardehausen. In: Unabhängige Bauernstimme 3/1994

Marschall, I. (1994): Landschaftspflegeverbände - der Schlüssel zur intakten Landschaft? In: Unabhängige Bauernstimme, 11/1994, S.8-9.

Marschall, I. (1995): Fünf Jahre Tauziehen in der Dannenberger  Marsch - zum Konflikt Landwirtschaft und Naturschutz. In: arbeitsergebnisse 9/1995, H. 31, S. 7-19

Fink-Keßler,a., Poppinga, O., Häpke, U., Hofstetter, M., Keller, B., Marschall, I., Orth, C., Thomas, F., Voegelin, D. (1995): Für eine Nachhaltige Landwirt­schaft in Niedersachsen, Wissenschaftsreihe Bauernblatt Verlag, Band 1, Rheda-Wiedenbrück

Marschall, I., Rösler, S. (1996): Landschaft ist nicht frei verfügbar! In: arbeitsergebnisse Nr. 35, 9/1996, S. 7-13

Marschall, I. (1996): Leitbilder fallen nicht vom Himmel! In: arbeitsergebnisse Nr. 35, 9/1996, S. 14-22

Marschall, I. (1996): Kulturlandschaft ehrlich meinen! - Überlegungen zur traditionellen und zukünftigen Rolle der Landwirtschaft in Deutschlands Naturparken. In: Nationalpark 9/1996, S. 6-9

Marschall, I. (1997): Wer bewegt die Kulturlandschaft? Bäuerliche Kulturlandschaft als Leitbild des Naturschutzes und der Landschaftsplanung und als Ort landwirtschaftlicher Produktion. Geschichte, Konflikte, Perspektiven. Vertiefend dargestellt am Fallbeispiel des Landkreises Holzminden. Dissertation an der Universität-Gesamthochschule Kassel.

Marschall, I. (1998): Wer bewegt die Kulturlandschaft? Band 1: Leitbilder des Naturschutzes und der Landschaftsplanung für die bäuerliche Kulturlandschaft. Eine Zeitreise. In: Bauernwissenschaft, Band 4, Rheda-Wiedenbrück.

Marschall, I. (1998): Wer bewegt die Kulturlandschaft? Band 2: Bäuerliche Kulturlandschaft als Ort landwirtschaftlicher Produktion. Geschichte, Konflikte, Perspektiven. Ein Fallbeispiel. In: Bauernwissenschaft, Band 5, Rheda-Wiedenbrück.

Marschall, I. (1998): Noch mehr Ärger von oben? Rationales und Irrationales zum aktuellen Konflikt zwischen Naturschutz und Landwirtschaft im Zusammenhang mit den FFH-Gebieten. In: Bauernstimme 7-8/1998, S. 13

Marschall, I., Uhlenhaut T. (1999): Den Bündnisweg weitergehen - wo aber stehen wir? In: Landwirtschaft 99. Der Kritische Agrarbericht. AgrarBündnis/AG Ländliche Entwicklung. Bramsche/Kassel., S. 189 -193.

Marschall, I., (1999): Leitbilder für die Kulturlandschaft von morgen. Plädoyer für einen nutzungsorientiertes Naturschutzleitbild als Orientierung für ein zukünftiges Naturschutzhandeln in Hessen. In: Jahrbuch Naturschutz in Hessen 1998, S. 236-238

Marschall, I. (1999): Wiederbelebung der Kulturlandschaft. In: Garten und Landschaft 8/1999, S. 33-35

Marschall, I. (2000): Landschaftsgeschichte der Gemarkung Niedermeiser. In: Geschichte(n) von Niedermeiser, Geschichtkreis Niedermeiser

Marschall, I., Leiner,C. (2001): Agrarwende: Was bringt sie für die Landschaft? In: Garten und Landschaft 8/2001, S. 9-11

Marschall, I., Bruns, D. (2002): Mythos Hecke: Funktionswandel und Idealisierung von Hecken in der Agrarlandschaft, in: Naturschutz und Landschaftsplanung 4/2002, S. 113-119

Marschall, I. (2002): Vertragsnaturschutz – Von der Idee zum Programm. In: Arbeistergebnisse Heft 53, S. 5-7

Marschall, I., Nitsche, L. (2002): Nutztiere im Schutzgebiet. Situation und Perspektiven. In: Arbeistergebnisse Heft 53, S. 19-21

 

 

 

Kontakt:

 

Dr.-Ing. Ilke Marschall

Fachgebiet Landnutzung und Landschaftsplanung

Gottschalkstr. 28

34109 Kassel

Tel.: 0561/804-3389

e-Mail: marschall@uni-kassel.de

 

  DFG-Projekt: „Großbetrieb und Landschaft im Wandel der Wirtschaftweisen.“ Die hessische Domäne Frankenhausen und ihr Umland (18.-20. Jahrhundert)
  Landschaftswandel und landwirtschaftlicher Großbetrieb.Landschaftshistorische Analyse am Beispiel der hessischen Staatsdomäne Frankenhausen 1770-1998
  Ilke Marschall
  Rezensionen
  Hoffinder




Nach oben zum Seitenanfang © AG Land & Regionalentwicklung 2002, Webmaster: Andi Pühringer


[ StartseiteAktuellesMitarbeiterInnenLehre ]
[ ForschungPublikationenKontakt/ Anfahrt ]