Kühe am Meer
AG Land & Regionalentwicklung
  Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften
Nordbahnhofstr. 1a, D-37213 Witzenhausen
Homepage der Universität Kassel in neuem Fenster öffnen


Grundlagen der Agrarsoziologie

Vorlesung innerhalb des Moduls "Agrarpolitik/ Agrargeschichte/ Agrarsoziologie"

WS 2008/2009

 

- näheres siehe Rubrik "Lehre" -

 

Institutionelle Dynamiken im Agrarbereich - am Beispiel Landwirtschaft und ökologischer Landbau in den Neuen Bundesländern

SS 2008

- Zeit und Termine siehe aktueller Stundenplan -

einschließlich Exkursion Juli 2008

 

Die ostdeutschen Agrarstrukturen in ihrer jetzigen Form sind immer wieder Debattierstoff, vor allem im Zusammenhang mit Fragen zur Gerechtigkeit (Prämiensystem), zu ökologischen Fragen (Großflächenbewirtschaftung, Massentierhaltung) und zu sozialen Auswirkungen (Beschäftigungsverhältnisse). Doch dazu sind detaillierte Kenntnisse Voraussetzung (zur Geschichte, zur Transformation, zur aktuellen Lage).

In der geplanten Lehrveranstaltung sollen diese vermittelt werden, konträre Auseinandersetzungen (privatbetriebliche Bewirtschaftung kontra Kollektivierung, Wiedereinrichter kontra Rechtsnachfolger) nachvollzogen sowie aktuelle Entwicklungen diskutiert werden.

Schwerpunkt sind dabei die institutionellen Dynamiken im Agrarbereich, sowohl in der konventionellen als auch ökologischen Landwirtschaft.

 

- näheres siehe Rubrik "Lehre" -

Agrarsoziologie

Teilmodul in: Agrargeschichte/Agrarsoziologie/Agrarpolitik (Ba)

WS 2007/2008

Das Teilmodul "Agrarsoziologie" ist zusammen mit "Agrarpolitik" und "Agrargeschichte" Pflichtmodul im BSc "Ökologische Agrarwissenschaften".

 

Alle Unterlagen siehe:

 

www.uni-kassel.de/hrz/db4/moodle/

 

Agrarstrukturen in Ostdeutschland und den Neuen Bundesländern

 

Wahlfach Sommersemester 2007 mit Exkursion am 13.07.2007

Die ostdeutschen Agrarstrukturen in ihrer jetzigen Form sind immer wieder Debattierstoff, vor allem im Zusammenhang mit Fragen zur Gerechtigkeit (Prämiensystem), zu ökologischen Fragen (Großflächenbewirtschaftung, Massentierhaltung) und zu sozialen Auswirkungen (Beschäftigungsverhältnisse). Doch dazu sind detaillierte Kenntnisse Voraussetzung (zur Geschichte, zur Transformation, zur aktuellen Lage).

In der geplanten Lehrveranstaltung sollen diese vermittelt werden, konträre Auseinandersetzungen (privatbetriebliche Bewirtschaftung kontra Kollektivierung, Wiedereinrichter kontra Rechtsnachfolger) nachvollzogen sowie aktuelle Entwicklungen diskutiert werden.

 

Studienabschnitt

D I (Bachelor), Hauptstudium, Wahlfach

SS 2007

 

Umfang/ Zeit

2 SWS, gesamt 30 h

 

- näheres siehe Rubrik "Lehre" -

 

Methoden der empirischen Sozialforschung

 

Modul Wintersemester 2006/2007 (Leitung: Jan Niessen, Lehrende: Jan Niessen, Katrin Hirte, Karin Jürgens, Regina Wenk)

 

Quantitative und qualitative Methoden

 

Unterlagen und Skripte siehe unter:

 

www.uni-kassel.de/hrz/db4/moodle/

 

 

Ringvorlesung: "Ökologischer Landbau - mehr als nur eine Verfahrenslehre?!"

 

im Rahmen des Masterstudiengangs Wahlpflichtfach (L69)

plus Wahlfach im Bachelorstudiengang

verantwortlich: Katrin Hirte

Zeit: Wintersemester 2006/07, jeweils Freitag 17.00 Uhr, Alte Aula

für die Studierenden im Masterbereich zusätzlich: Freitag 10.00 Uhr oder 13.00 Uhr H13

 

zur Ringvorlesung:

 

StudentInnen am Fachbereich 11 haben ab Frühjahr in Eigeninitiative eine Ringvorlesung mit dem Titel

 

Ökolandbau - mehr als nur eine Verfahrenslehre?!

 

orgqanisiert. Hintergrund ist der bevorstehende weitere Abbau der agrarsoziologischen und agrarpolitischen Stellen am FB (Wegfall einer Soziologieprofessur ab 2006, Wegfall des FG "Landnutzung und Regionale Agrarpolitik" (1 Professur + 4 Mitarbeiterstellen) + Wegfall einer weiteren Professur für Soziologie - beides 2009 und dafür ab 2007 eine 1/2 Juniorprofessur in Göttingen im Rahmen des Kooperationsvertrages mit der Universität Göttingen.

Inhalte der Ringvorlesung betreffen sowohl direkt den Ökologischen Landbau und seine Lehre (Geschichte, Agrarpolitik, Agrarsoziologie) sowie politische, soziologische als auch ökonomische Themenstellungen (Theorie sozialer Bewegungen, Mainstreamökonomie, Agrarsoziologie usw.).

Der genaue Ablauf wird durch Plakate rechtzeitig bekannt gegeben.

Zum vorläufigen Programm und allen anderen Materialien siehe unter:

 

www.uni-kassel.de/hrz/db4/moodle/

 

Agrarische Ideengeschichte

Ideengeschichte der Agrarpolitik und Agrarwirtschaft

 

Form: Wahlfach

Umfang: 30 Kontaktstunden

Durchführung: Katrin Küster

Zeit: Wintersemester 2005/06

 

An die Studenten und weitere Interessierte:

Die Ideengeschichte von Agrarpolitik und Agrarwirtschaft spiegelt einerseits die Agrargeschichte wider, denn mit Ideen und Theorien wird versucht, die Entwicklung zu erfassen und zu analysieren. Andererseits können Ideen und Theorien selbst wiederum Entwicklung beeinflussen.

Dabei haben Ideen und Theorien eine eigene Entwicklungsgeschichte. Sie sind von Personen abhängig, von Arrangements, von Institutionen (Fleck). Sie werden zu Paradigmen, welche auch wieder ungültig werden können. Paradigmenwechsel (Kuhn) standen auch in der agrarischen Ideengeschichte schon öfter an.

Im anstehenden Seminar geht es um diese Ideengeschichte und dabei hauptsächlich um die, welche im Zusammenhang mit den „...ungs“ unserer Zeit stehen: Globalisierung, Flexibilisierung, Diversifizierung, Ökonomisierung, Entkopplung ...

Eine der Auffassungen ist die vom Landwirt als „entkoppelter“ „homo oeconomicus“, wobei man sich hier vor allem auf ökonomische Theorien beruft.

Ältere Ansätze – wie z. B. die Theorie vom bäuerlichen Familienbetrieb (so 1923 Tschajanow, ein russischer Ökonom) oder die vom Zusammenhang zwischen Agrarstruktur und Regionen (so der deutsche Agrarökonom Thünen 1842 mit seinen "Kreisen") - stehen mitunter nicht nur in Diskrepanz zu solchen Entwürfen.

Sondern sie sind Ansätze, die Anknüpfungspunkte zur modernen soziologischen Theorieentwicklung haben. Diese beinhalten, Entwicklung und damit auch agrarwirtschaftliche als Folge von Handlungen zu begreifen, die eingebettet sind in die Zwänge des Gegebenen, der Umwelt und des Alltags, aber auch verknüpft mit sozialen Anbindungen, gekoppelt an Wertevorstellungen und gegründet auf Erfahrungen...

 

Für viele neue, moderne Theorien und Lehrmeinungen sowie auch alternative Ansätze gibt es Vordenker und Lehrmeister in der Vergangenheit und die agrarwirtschaftliche wurde gerade auch von der wirtschaftlichen beeinflusst und umgekehrt.

Wie man agrartheoretisch und vor allem agrarökonomisch dachte und denkt , wann Paradigmen wechselten und welche im engen Zusammenhang mit heutigen Erfordernissen und Ansprüchen stehen, ist Thema im anstehenden Seminar.

Lust am Lesen und Diskutieren sind mitbringen, für Lesestoff ist reichlich gesorgt...

 

Literaturhinweise

- Hartmut Brandt (1994): Von Thaer bis Tschajanow - Tradition und Wandel in der Wirtschaftslehre des Landbaus. Wissenschaftsverlag Vauk Kiel KG. - gutes agrarisches Überblickswissen, eine der Hauptquellen im Seminar.

- AG Ländliche Entwicklung der GHK Kassel 1996): Die Wissenschaft und die Bauern, AbL Bauernblattverlag Rheda Wiedenbrück. - geschichtliche Fakten, Meinungen und Kritiken zum Verhältnis Landwirtschaft - Wissenschaft.

- Pilgram, K. (2002): Fünfzig Jahre ländliche Entwicklung – Wandel der Moden oder Fortschritt der Einsichten? In: Entwicklung und Zusammenarbeit vol 3: 86-88. zu finden unter: www.inwent.org/E+Z/1997-2002/ez302-9.htm

- Isermeyer, F. (2005): Ökonomische Rahmenbedingungen und Perspektiven landwirtschaftlicher Produktion in den nächsten Jahrzehnten. FAL Braunschweig Arbeitsergebnisse 2/2005. – Eine Sichtweise auf die Entwicklung des Agrarbereiches in den letzten Jahrzehnten und auf die kommenden Jahre, in: www.bw.fal.de/download/AB02-2005.pdf

- Fleck, Ludwik (1980): Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. Suhrkamp Frankfurt/ Main. (Ersterscheinung 1935) – „Erstlingswerk“ zur Frage von Etablierung, Festsetzen und wieder Ablösens von Theorien. Eine detaillierte Beschreibung findet sich unter: www.ludwikfleck.de/theorie/bruehe_theis2004.htm

- Kuhn, T. S. (1976): Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen. Suhrkamp Frankfurt/ Main. (Ersterscheinung 1962) – siehe zum Überblick: www.tobias-elze.de/vortr/kuhn.htm oder: beat.doebe.li/bibliothek/b00013.html, detaillierter: www.unics.uni-hannover.de/zeww/045_Hoyningen_KuhnStrk.pdf

- Issing, O. (1994): Geschichte der Nationalökonomie. Verlag Vahlen München. – hier insbesondere: Schefold, B./ Carstensen, K.: Die klassische politische Ökonomie (S. 63-98).

- Henrichsmeyer/ Witzke (1994): Agrarpolitik Band 1: Agrarökonomische Grundlagen; Band 2: Bewertung und Willensbildung. Ulmer Verlag Stuttgart. - hier insbesondere in Band 2 "Wohlfahrtsökonomische Bewertung agrarpolitischer Maßnahmen" (S. 109ff.)

- Brodbeck, Karl-Heinz (1998): Die fragwürdigen Grundlagen der Ökonomie. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt. – hier insbesondere Kapitel 1: Wissenschaftstheoretische Voraussetzungen (S. 5ff.) und Kapitel 2: Soziale Physik.

- Alexander Tschajanow (1923): Die Lehre von der bäuerlichen Landwirtschaft. Campus Verlag 1987.- das wichtigste seiner Bücher zum Handeln im Bäuerlichen Familienbetrieb.

- Johann Heinrich von Thünen (1842): Der isolierte Staat in Beziehung auf Landwirtschaft und Nationalökonomie.Scienta Verlag Aalen 1990 - hier im Band 2 S. 387 (der Originalausgabe) das berühmte "Kreisbild".

 

Studienabschnitt

Wahlfach in: D1, D2 und MSc

 

Umfang/ Zeit

2 SWS, gesamt 30 h,

Termin steht noch nicht fest,

erstes Treffen: Mittwoch, den 02.11. um 13.00 Uhr im Hörsaal 33

(Steinstrasse Hörsalgebäude ganz oben hinten)

 

Ziele

Die Veranstaltung zielt darauf ab, die Kenntnisse der Studierenden über die unterschiedlichsten Denkstile, Phasen und Modelle agrarökonomischer und - politischer Theorien zu vertiefen. In diesem Zusammenhang werden die Studierenden zudem entsprechende wissenschaftstheoretische als auch methodische Ansätze kennen lernen und dazu angeregt, diese vor dem Hintergrund der Geschichte der Agrarpolitik und Agrarwirtschaft kritisch zu reflektieren.

 

Inhalte

In einem ersten Arbeitsschritt wird mit den Studierenden eine Bestandsaufnahme, Analyse und Bewertung älterer und neuerer ökonomischer Paradigmata der Agrarwissenschaft durchgeführt. Dabei sollen die charakteristischen Merkmale und Probleme, die die unterschiedlichen Modelle der agrarökonomischen Theorien interessieren, von den Studierenden herausgearbeitet werden.

In einem zweiten Schritt werden die Methoden, die als Mittel der Erkenntnis in entsprechenden sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Untersuchungen zum agrarökonomischen Handeln bäuerlicher Familienbetriebe und Unternehmen angewendet werden, dargestellt und kritisch bewertet.

 

Methoden

Methodisch wird eine Kombination aus Literaturrecherche und -analyse, Diskussion und Gruppenarbeit angewendet.

 

Prüfungsformen

Referat, Studienarbeit, Fachgespräch

 

  Prof. Onno Poppinga
  Anne Brouwer
  Christian Henschke
  Dr. Katrin Hirte
  Dr. Karin Jürgens
  Jürgen Schrage




Nach oben zum Seitenanfang © AG Land & Regionalentwicklung 2002, Webmaster: Andi Pühringer


[ StartseiteAktuellesMitarbeiterInnenLehre ]
[ ForschungPublikationenKontakt/ Anfahrt ]